Geschichte der Osteopathie

Andrew Taylor StillGründer der Osteopathie ist der amerikanische Arzt und methodistische Pfarrer Andrew Taylor Still (1828 - 1917). Nachdem er 1864 zusehen musste, wie drei seiner Kinder an Hirnhautentzündung starben, suchte er nach Beding-
ungen, unter denen Gesundheit mögich ist. Er entwickelte ein neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit, vom menschlichen Körper und von der Rolle der Medizin.

1874 behandelte er erfolgreich die Ruhr.

1884 stellte er dann ein Untersuchungs- und Behandlungs-
konzept vor, das bis heute Bestand hat und noch immer weiterentwickelt wird.

1892 wurde die erste Schule - the American School of Osteopathy - gegründet.

1912 entstand in London die erste europäische Schule für Osteopathie, gegründet von Dr. Martin John Littlejohn.

In den 1930er Jahren entwickelte William Garner Sutherland die cranio-sacrale Therapie, der Franzose Jean-Pierre Barral und andere widmeten sich der visceralen Osteopathie.

Erst 1973 wurde auch in Deutschland das College Sutherland gegründet.

Kein Wunder, dass diese Methode auch heute noch bei Medizinern und Patienten relativ unbekannt ist. Eine staatliche Anerkennung und Regelung dieses Berufes noch nicht erfolgt. Heute bieten auch andere private Akademien und Institute die Ausbildung Physiotherapeuten, Ärzten und Heilpraktikern berufsbegleitend an. Die Ausbildung umfasst in der Regel fünf Studienjahre.

Leider gibt es mittlerweile viele Trittbrettfahrer, die Wochenendkurse in "Osteopathie" oder sogenannten "Osteopathischen Techniken" anbieten. Da in Deutschland das Berufsbild des Osteopathen nicht existiert, gibt es auch keine Regeln, wer Osteopathie anbieten darf.

Wir empfehlen daher immer, sich vor einer Behandlung von der Qualifikation des Anbieters zu überzeugen.