Standardisierte Heilmittelkombination (D1)

Mindestbehandlungszeit
60 Minuten (inkl. Dokumentation, Terminierung, Vor-und Nachbereitung des Raumes)

Definition
Standardisierte Kombination von drei oder mehr Maßnahmen der Physiotherapie bei Vorliegen komplexer Schädigungsbilder zur Erreichung eines therapeutisch zweckmäßigen Synergismus durch deren Einsatz in einem direkten zeitlichen Zusammenhang in derselben Praxis.

Der Schwerpunkt bei der Standardisierten Heilmittelkombination "D1" liegt insbesondere bei der Behandlung aktiver oder passiver Bewegungseinschränkungen mit Maßnahmen der Bewegungstherapie wie Krankengymnastik oder Manueller Therapie.

Therapeutische Wirkung

Die therapeutische Wirkung der standardisierten Heilmittelkombination beruht in ihrer Gesamtheit auf der Grundlage des Wirkprinzips jeder einzelnen Maßnahme unter Ausnutzung der sich ergebenden Synergieeffekte.

Abhängig von den Schädigungen kumulieren sich die nachfolgenden therapeutischen Wirkungen:

  • Verbesserung der Beweglichkeit funktionsgestörter Gelenke
  • Aktivierung und Kräftigung geschwächter/gelähmter Muskulatur
  • Wiederherstellung des Muskelgleichgewichts
  • Schmerzlinderung bei Störungen der Gelenkfunktionen, der Muskelspannung, der Trophik, der Durchblutung oder bei Schwellungen
  • Verbesserung/Normalisierung von Muskeltonus, Muskellänge oder von Weichteilstrukturen
  • Verbesserung der Gewebetrophik und Durchblutung, Ödemminderung

Schädigungen/Funktionsstörungen

Drei oder mehr Schädigungen, die die unmittelbar zusammenhängende Anwendung von mindestens drei Heilmitteln aus dem Bereich der aktiven Maßnahmen (KG, KG-Gerät oder MT) und passiven Maßnahmen (Massagen, thermotherapeutische Anwendungen oder elektrotherapeutische Anwendungen) erfordern, bei:

  • Schmerzen durch Gelenkfunktionsstörung, Gelenkblockierung (auch ISG oder Kopfgelenke)
  • Gelenkfunktionsstörungen, Bewegungsstörungen, Kontrakturen
  • Funktionsstörungen und/oder Schmerzen durch Fehl- oder Überbelastung discoligamentärer Strukturen
  • Muskeldysbalance, -insuffizienz, -verkürzung segmentaler Bewegungsstörungen
  • motorische Paresen von Extremitätenmuskeln/sensomotorische Defizite
  • Schmerzen und/oder Funktionsstörungen durch Muskelspannungsstörungen; Verkürzung elastischer und kontraktiler Strukturen, Gewebequellungen, Gewebeverhärtungen, Gewebeverklebungen

Therapieziel

  • Verbesserung der passiven Beweglichkeit und Gelenkfunktion
  • Verbesserung der aktiven Beweglichkeit
  • Schmerzreduktion
  • Regulierung von Muskelspannung, Stoffwechsel, Durchblutung
  • Beseitigung von Ödemen, Gewebequellungen